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„One Great Song And I Could Change The World“, was für ein Songtitel! Und mehr als das: Die zweite Auskopplung aus dem kommenden Album von Swim Deep zeigt weiterhin in die neue Richtung, in die es für das Quintett aus Birmingham geht. Wie schon die erste Single „To My Brother“ klingen die Briten viel elektronischer als auf dem Debütalbum „Where The Heaven Are We“, auf dem sie mit ihrer ungewöhnlichen Mischung aus Surf, Grunge and Ibiza Pop die Musikwelt in tiefes Erstaunen versetzten. Das wird, so darf man erwarten, wieder so sein, wenn die kommende Platte veröffentlicht wird. Frontmann Austin Williams hat gegenüber dem NME gesagt, Swim Deep wollten die Chart-Musik radikalisieren: „Also haben wir uns Kanye Wests ,Yeezus‘ und Fleetwood Macs ,Rumours‘ genommen und mit Acid House zusammengebracht.“ Der Sound verspricht metaphorisch gesprochen also weniger Skateboard und mehr Discokugel, weniger Strand und mehr Club. Aber Swim Deep wären nicht die charismatische Band, wenn sie nicht auch noch eine Kampfansage drauf hätten: „Mit der neuen Platte sind wir soweit: Wir fühlen uns, als würden wir uns die Köpfe scheren und in den Krieg ziehen.“ Das klang martialisch. Tatsächlich haben bei den ersten Gigs in Großbritannien alle Bandmitglieder noch ihr volles Haupthaar gezeigt. Aber die Konzerte selbst waren deutlich zorniger und bissiger als noch die Auftritte vor zwei Jahren, mit einem heulenden und schreienden Austin Williams und einer sehr konzentrierten Band, die auch die alten Songs in neuem Gewand spielte. „We’re hungry and we’re angry“, sagte er während eines Festival-Auftritts und genau das war der Musik auch anzumerken. Swim Deep haben sich neu erfunden und sind damit noch besser und lauter als je zuvor.

 

 

Künstler

Veranstaltungsdatum

November 7, 2015

Einlass

20:00 PM

Veranstaltungsort

Milla