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„Ich bin noch gar nicht so alt, doch ich werde immer weiser“ – ein Gedanke in den ersten Sekunden des neuen THE ORWELLS-Albums „Disgraceland“, der die folgenden elf Tracks ziemlich gut zusammenfasst. Zwei Jahre sind ins Land gezogen, seit die aus fünf Highschool-Kids bestehende Band aus ihrem langweiligen Chicagoer Vorort ins Rampenlicht getreten ist – darauf versessen, der Welt ins Gedächtnis zu rufen, dass amerikanischer Rock’n Roll immer noch am Leben ist. Sie haben auf der ganzen Welt Publikumsmassen geschlachtet und vollgeschwitzt, mit ihren gegenwärtigen Lieblingsproduzenten aufgenommen, mit ihren Kindheitshelden die Bühnen geteilt, Auszeichnungen angesehener Publikationen eingeheimst und sogar David Letterman dazu gebracht, nach mehr zu betteln. Und nun, da sie ihr unwiderstehlich raues und doch meisterlich gefertigtes „Disgraceland“ auf Canvasback Music veröffentlichen, werden THE ORWELLS ziemlich weise.

Die Geschichte von „Disgraceland“, das im vergangenen Herbst in Studios in London, Chicago, New York, Los Angeles und Woodstock, NY aufgenommen wurde, ist die Geschichte davon, wie THE ORWELLS aus den Beschränkungen ihrer Heimatstadt und der eigenen Erwartungen an sich selbst ausbrechen. Als sie seinerzeit ihr 2012er Debüt „Remember When“ anfertigten, nahmen sie noch alles selbst im Keller der Eltern von Gitarrist Matt O’Keefe auf. O’Keefe, Bassist Grant Brinner, sein Bruder Henry Brinner, Gitarrist Dominic Corso und dessen Cousin, Sänger Mario Cuomo, hatten bereits seit der neunten Klasse zusammen Musik gemacht. „Wir hofften immer, dass irgendwann etwas passieren und die Sache ernst werden würde“,erinnert sich O’Keefe. „Wir dachten uns: ‚Wir lieben es, Songs zu schreiben, also lasst uns einfach weitermachen.‘ Ziel unserer ersten Songs war eigentlich nur, die anderen Bands in unserer Highschool eifersüchtig zu machen.“ Vielleicht, so dachten sie, würden sie irgendwann einmal so beliebt sein wie ihre Helden The Black Lips. „Gute Musik machen, sagen, was man will, und eine gute Zeit haben – das war es, wonach wir strebten“, fährt O’Keefe fort. „Doch jetzt, da wir ein bisschen älter sind, ist es unser Ziel, den Rock ’n‘ Roll zurück in die Lautsprecherboxen der Autos zu bringen. Manchmal hat man als Band Angst davor, zum höchstmöglichen Punkt zu gehen, weil man dann vielleicht als Sellout oder was auch immer bezeichnet wird. Doch wir sagen: Scheiß drauf! Wenn wir jedes kleine Kind dazu bringen können, den Rock and Roll zurück ins Auto seiner Eltern zu bringen, dann wollen wir genau das tun.“

Obwohl sie sich schlussendlich mit den Produzenten Dave Sitek (Yeah Yeah Yeahs, Santigold, TV On the Radio), Chris Coady (Smith Westerns, Beach House) und Jim Abbiss (Arctic Monkeys) zusammentaten, begannen sie mit dem Songwriting fürs neue Album, noch bevor das erste überhaupt veröffentlicht war. „Wir waren immer noch  in der Highschool, als wir die ersten Tracks für dieses Album schrieben“, sagt  O’Keefe.

Einfach das zu tun, was sich natürlich anfühlt, scheint sich für THE ORWELLS auszuzahlen. Ihre TV-Auftritte bei „Later With Jools Holland“ und „The Late Show With David Letterman“ in den vergangenen Jahren gaben einem Publikum auf der ganzen Welt einen Vorgeschmack auf das, was die Konzertgänger bei den jüngsten Touren der Band mit Arctic Monkeys, FIDLAR und Palma Violets erfahren haben. Das Filmmaterial jener Performances machte sofort die Runde. „Ich hatte das Gefühl, dass wir es richtig gemacht haben“, sagt Cuomo. „Einige Male habe ich es zwar auch verkackt, doch im Nachhinein denke ich, dass Rockmusik genau so gespielt werden sollte: Egal in welcher Stadt, in welchem Venue und für welches Publikum du spielst – es wird nie perfekt sein. Selbst wenn du gerade im Fernsehen bist, ist es auch mal okay, wenn man es verkackt.“

„THE ORWELLS zapfen eine ursprüngliche Energie an… in der jugendliche Unbekümmertheit und Schludrigkeit Maßstäbe sind… und sich in einer verrückten wiederkehrenden Melodie bestens zurechtfinden.“ SPIN

„Die beste neue Liveband Amerikas.“ NME

„… eine Mixtur aus mörderischer Intensität, jugendlicher Albernheit und dem völlig Verstörten… Mit ihrer ungezogenen Sensibilität und schier endlosen Demonstration von Energie scheinen THE ORWELLS an den immerwährenden jugendlichen Außenseiter in uns allen zu appellieren – jenes Kid, das auf ewig nur aufgrund seines schlechten Rufs zum Nachsitzen verdonnert wird.“ Clash Music

Künstler

Veranstaltungsdatum

Februar 20, 2017

Zeit

20:30 PM

Veranstaltungsort

Strom